Donnerstag, 1. Dezember 2016

Mein Advent Art Journal (1)


Endlich sind die Kinder im Bett - und ruhig. Es war ein anstrengender Tag, mein Mann nur zwanzig Minuten zu Hause, bevor er wieder los musste, das Zu-Bett-Geh-Prozedere ungewöhnlich tränenreich und schwierig...

Und dann, endlich, setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schlug das strahlend weiße, noch völlig unberührte Advent Art Journal auf - darauf hatte ich mich die ganze Zeit gefreut!

Hail Mary!

Ein Engel tritt ein, mitten in den trubeligen Alltag.
Er kommt zu einer ganz normalen Frau; sie ist eigentlich so wie wir alle.
(Das gefällt mir ehrlich gesagt sehr gut an der "protestantischen Version": Dass Gott sich eine ganz normale, echte, unperfekte Frau als Mutter aussucht für seinen Sohn!)
Und er hat eine Botschaft, die alles andere als normal und von-dieser-Welt ist.

Mich berührt dieser kurze Text sehr - gerade weil ein wirklich suboptimal verlaufener Tag hinter mir liegt. Gerade weil mir wieder einmal bewusst ist, wie fehlerhaft und bedürftig ich bin, und wie sehr ich mich nach einer solchen Botschaft sehne.

Du Begnadete!

Der Engel bringt eine Botschaft der Gnade.
Gnade: Für Maria - sie hat keine Leistung erbracht, hat sich nicht erst hervortun müssen, sie wurde einfach nur von Gott erwählt. Er weiß, warum.
Gnade: Für die ganze Welt.
Dieses Kind, das in jenem Augenblick angekündigt wurde, opferte sich später für uns alle, um uns Versöhnung mit Gott und ewiges Leben zu schenken. Ohne dass wir irgendetwas tun, geben oder leisten müssten.
Aus Liebe.

Eine Botschaft der Gnade,
für Maria und für mich,
und für jede von euch.
Mitten im Leben, ohne Scheu, begegnet Gott mir in meinem unperfekten Alltag.
Gott kommt zu uns, in unser Hier und Jetzt.

Das ist Advent.






Sonntag, 27. November 2016

Unser Thanksgiving 2016


Heute ist der erste Advent - gestern haben wir mit Freunden unser Thanksgiving gefeiert (vielleicht nennen wir diese Party in Zukunft auch Friends-Giving so wie Veronika, finde ich sehr passend!...). Eigentlich ging es mir den ganzen Tag nicht so gut; ich hatte ziemliche Hals- und Ohrenschmerzen, aber da wir ein Mitbring-Essen geplant hatten, war es letztlich nicht besonders viel Arbeit für mich und ich habe den Abend total genossen!





Wir waren eine große Runde (für unsere Verhältnisse), neun Erwachsene und vier Kinder. Mein Schreibtisch wurde abgeräumt und ins Wohnzimmer gebracht, eine Gästin brachte sich ihren eigenen Stuhl mit, weil wir nicht genügend hatten - aber es war Platz genug für uns alle (und sogar für die Kinder zum toben). Überhaupt, die Kinder: Die spielten vollkommen harmonisch im Kinderzimmer und überließen die Erwachsenen ihren Gesprächen. Herrlich!

Als Vorspeise gab es eine von Elly gesponsorte, sehr leckere Kürbissuppe (mit einem Hauch von Ingwer), Sebastian und Heike steuerten einen Salat mit zweierlei Dressing bei, David versorgte uns alle mit Getränken, meine Schwester brachte den Nachtisch mit und wir kümmerten uns um den Hauptgang: Pfundstopf.

Pfundstopf ist bei uns ein richtiges Familienessen - seit meine Tante mal einen für uns alle gemacht hat, sind wir sehr dafür zu haben! Für Thanksgiving habe ich das Rezept kurzerhand umgewandelt, denn ich wollte es ein bisschen herbstlicher und amerikanischer gestalten :) Da auch diese Variation allen geschmeckt hat, teile ich heute das Rezept mit euch:

Thanksgiving-Pfundstopf (für 10-12 Personen)
  • 500g passierte Tomaten
  • 500g Speck, gewürfelt
  • 500g Zwiebeln, gehackt (ich habe ehrlich gesagt etwas weniger genommen...)
  • 500g Karotten, in Mundgerechte Stücke geschnitten
  • 500g Rindergulasch
  • 500g Süßkartoffel, ebenfalls gewürfelt
  • 500g Putengeschnetzeltes
  • 500g Kürbis, gewürfelt
  • 500g Rinderhack
  • 1 Flasche Schaschliksauce (ca. 250-300ml)
  • 1 Becher Schlagsahne
Die passierten Tomaten in eine große Auflaufform gießen. Alle anderen Zutaten in der angegebenen Reihenfolge darauf schichten, mit dem Hackfleisch schließen. Schaschliksauce und Sahne miteinander verrühren und über das Hackfleisch gießen.
In den auf 200°C vorgeheizten Ofen schieben und 2 Stunden garen lassen.
(Am besten ohne Deckel, allerdings kann das Hackfleisch am Ende dann recht dunkel werden - sollte man ein bisschen im Auge behalten)
Als Beilage können Reis oder Baguette gereicht werden; wir haben den Pfundstopf gestern Abend aber ganz ohne Beilage gegessen, was auch sehr gut ging.

Was ich an diesem Gericht so mag, ist, dass man es nur vorbereiten und in den Ofen schieben muss. Wenn die Gäste kommen, stellt man es einfach auf den Tisch - fertig!



Als die Freunde irgendwann gegangen waren, die Kinder in ihren Betten lagen und mein Liebster und ich versuchten, die Wohnung in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, nahm ich mir einen Moment, um zu lesen, was auf die Dankbarkeitsblätter geschrieben worden war: Familie, Freundschaft, gutes Essen, Liebe, Sicherheit, unsere Kinder, Beruf, Zeit...

Es ist so wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wie viel Gutes es in unserem Leben gibt, wie viel Grund zum Danken wir haben. Das ist der Schlüssel zu Zufriedenheit und Glück - so erlebe ich es immer wieder.
Gestern Abend jedenfalls war ich so glücklich und dankbar und erfüllt... da hab ich glatt meine Halsschmerzen vergessen :)


Euch allen heute einen gesegneten 1. Advent!








Donnerstag, 24. November 2016

Adventskalender-Inspiration # 3


Schon im letzten Jahr war ich ganz begeistert von Lenas Adventskalender für ihre Kinder: Ein Adventskalender, der nicht mit Süßigkeiten oder Kleinkram gefüllt wird, sondern mit Zeit!  Das fand ich eine ganz wunderbare Idee, die ich in diesem Jahr unbedingt aufgreifen wollte - denn was können wir unseren Kindern besseres geben als schön verbrachte Zeit miteinander?

Da ich nicht so gerne Walnüsse esse ;) dafür aber umso lieber zeichne, habe ich nur Lenas Grund-Idee aufgegriffen, unseren Adventskalender aber etwas anders gestaltet.
Mein Mann und ich haben uns an einem Abend 24 kleine Aktivitäten überlegt, die wir in der Adventszeit mit den Kindern unternehmen könnten. Diese schrieb und zeichnete ich dann auf 24 weiße Blätter. Das ging ziemlich schnell und einfach - alternativ könnte man auch Fotos oder kleine Zeichnungen aus dem Internet nehmen und ausdrucken.




Die zusammengerollten Blätter steckte ich in die kleinen bunten Säckchen aus dem letzten Jahr.
Der Adventkalender hängt seit gestern an unserer Jahreszeiten-Bilder-Wand in der Essecke und ich finde, es sieht richtig schön aus!




Unsere Tochter ist schon unendlich neugierig, was sich in den einzelnen Säckchen versteckt :)
Und ich bin gespannt, wie sie auf die Zeit-Geschenke reagieren. Wir Eltern freuen uns jedenfalls schon sehr auf die gemeinsamen Aktivitäten - und auf die abendliche Adventskalender-Geschichte! Wie auch im letzten Jahr haben wir von meiner Tante einen vom kleinen Schaf Rica bekommen, mit Folienbildern fürs Fenster. Sehr empfehlenswert für die Kleinen (ab 2 oder 3 Jahren) :)


PS: Mein Mann bekommt übrigens auch einen Adventskalender von mir ;) Wir haben uns dieses Jahr entschieden, uns einen zu teilen: 12 Schächtelchen fülle ich für ihn, 12 füllt er für mich. Spart Geld und teilt Freude!

PPS: Die Gewinnerin des Advent Art Journals steht fest: Herzlichen Glückwunsch, liebe "Perle"! Bitte schick mir eine Mail mit deiner Postanschrift an gottnahegluecklich[at]gmx.de, dann macht sich dein Gewinn ganz schnell auf den Weg zu dir!

PPS: Oh my!... ganz vergessen: Einen ganz tollen Adventskalender zum selber ausdrucken (oder vom Liebsten ausdrucken lassen...) gibt es HIER bei Anne. Absolut empfehlenswert!






Montag, 21. November 2016

Mein Blog, der Neid und ich




Alles nur inszeniert? - Ich fotografier mal das Gemüse, damit alle denken, wir ernähren uns gesund...

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen nach dem Lesen einer „Frauenzeitschrift“ unglücklicher sind als zuvor. Das leuchtet mir ein – merkwürdig ist nur, dass trotzdem viele Frauen angeben, solche Zeitschriften gern durchzublättern…
Ich glaube, für Blogs gilt das gleiche, und vielleicht in einem noch stärkeren Maß, denn schließlich scheinen Blogs authentischer und lebensnaher zu sein als die fragwürdige Realität, die in Frauenzeitschriften abgebildet wird. Blogs werden von „echten“ Frauen geschrieben, über ihren „echten“ Alltag.

Ich verfolge verschiedene Blogs und tue das gern, aber gleichzeitig merke ich auch, dass das etwas mit mir macht. Manchmal bin ich ermutigt und gestärkt und voller Enthusiasmus, eine der vorgestellten Ideen nachzumachen. Aber oft genug bleibt nach der Lektüre ein bitterer Nachgeschmack. Neid keimt in mir auf und legt sich wie ein grauer Schleier über meine Wahrnehmung. Wieder und wieder vergleiche ich mich und schneide schlechter ab. Entdecke (vermeintliche?) Defizite in meinem Glaubensleben, meiner Ernährungsweise, meinem Erziehungsstil. Mache mir selbst Vorwürfe, weil ich es nicht so gut hinkriege wie „die andere“.

Ein paarmal habe ich schon überlegt, meinen Blog-Konsum einzuschränken oder für eine Weile ganz darauf zu verzichten. Wenn es mir nicht gut tut, wenn ich damit nicht vernünftig umgehen kann, sollte ich es dann nicht lieber lassen?
Und wo ich schon bei den Selbstzweifeln bin: Sollte ich auch das Bloggen lieber sein lassen? Andere können so viel tiefgründigere, wirkungsvollere Texte schreiben als ich. Andere haben bessere Ideen, einen nachhaltigeren Lebensstil, machen schönere Fotos und bringen eine relevantere Botschaft rüber. Mehr Leser haben sie natürlich (und verständlicherweise…) auch. Sie bekommen sogar Angebote von Verlagen und schreiben echte Bücher!
Das, was ich zu geben habe, ist mickrig und lächerlich und oft noch nicht mal wirklich von mir. Es ist doch eigentlich nicht der Rede wert…

Und dann lese ich (auf anderen Blogs, wo sonst?) davon, dass es manch anderer Frau auch so geht. Dass all die tollen Fotos und Ideen und Kreativitätsbekundungen gerade in der Vor-Adventszeit viele Mütter stressen, unter Druck setzen, ihnen das Gefühl vermitteln, Mütter  zweiter Klasse zu sein, weil sie keinen individuellen Adventskalender für jedes ihrer sechs Kinder mundklöppeln. Ich lese, dass all das öffentliche Teilen und Vorzeigen manchen Leserinnen die Luft abschnürt und sie zutiefst unglücklich macht!

Das bringt mich auch ins Nachdenken darüber, welche Wirkung mein Blog auf die Menschen hat, die seine Texte lesen und seine Bilder betrachten. Ich möchte nicht, dass irgendjemand sich schlecht oder unfähig fühlt, nachdem er hier bei mir zu Besuch war! Ja, ich teile kreative Projekte und Ideen – aber vor allem möchte ich doch ermutigen und inspirieren und mich solidarisieren und NICHT dazu beitragen, dass auch nur eine Frau unglücklich wird!

Wie gehe ich damit nun um?
Mit meinem eigenen Neid und mit dem, den ich (unbewusst und ungewollt) bei anderen auslöse?


Blog-Konsum überdenken
Tatsächlich denke ich, dass es mir gut täte, meinen Blog-Konsum zu reduzieren und an Tagen, an denen ich mich nicht so gut fühle, vollständig darauf zu verzichten. Sicher, ich kann immer Ermutigung im Netz finden – aber die finde ich auch und vor allem in meiner Bibel oder im Gespräch mit Freundinnen…
Wenn ich mein Blog-Verhalten über einen gewissen Zeitraum analysiere, kann ich leicht herausfinden, welche Blogs bei mir vorwiegend positive Gefühle auslösen und welche dazu tendieren, Neid in mir aufsteigen zu lassen. Letztere möchte ich eher meiden, einfach aus Selbstschutz.


Dankbarkeit üben
Wenn ich mich sehr viel mit Blogs und damit mit dem Leben anderer Menschen auseinandersetze, verliere ich all das Gute, das Gott mir in meinem Leben schenkt, leicht aus dem Blick. Plötzlich erscheint mir das Landleben so viel erstrebenswerter, obwohl ich doch in Berlin eigentlich sehr glücklich bin… Da hilft es mir, Dankbarkeit einzuüben und mich neu auf das zu konzentrieren, was Gott mir geschenkt hat. Ich setze mich einmal am Tag für fünf Minuten hin und notiere all das, wofür ich dankbar bin. Und da gibt es SO VIELES! Das ist total wohltuend.


Eigene Umstände und Begrenzungen akzeptieren - und feiern!
Viel zu oft reibe ich mich an dem, was ich nicht kann oder was bei uns nicht gut läuft. Pflanzen sind (zum Beispiel) nicht so wirklich mein Ding. Wenn ich dann sehe, wie andere ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen und überhaupt ihre eigenen Lebensmittel herstellen, finde ich das toll und meine, das auch tun zu müssen. Leider funktioniert das bei uns nicht - wir haben nur einen mittelgroßen Balkon, ich habe null Ahnung und eigentlich auch nicht so viel Lust... Übrig bleibt ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, nicht gut genug für die Gesundheit meiner Familie zu sorgen.
Dabei ist mir ja eigentlich klar, dass wir alle an der einen oder anderen Stelle Abstriche machen müssen. Dass wir alle Stärken und Schwächen haben, besondere Interessen, Fähigkeiten und Vorlieben, und dass diese unser Familienleben prägen. In unserem Fall sieht das eben so aus, dass wir in der Hauptstadt leben und unsere Tochter mit ihren drei Jahren schon über die Berliner Mauer Bescheid weiß. Mein Mann ist Physiker und vermittelt sein Interesse an Naturwissenschaft und Experimente an unsere Kinder. Für mich sind Bücher, Kunst und Kreativität wichtig. Auch unser Glaube und die Gemeinde prägen unsere Familie ganz entscheidend.
Das ist unser Familienleben - so passt es zu uns, so funktioniert es, mit all seinen Begrenzungen und Möglichkeiten. Bei anderen sieht es ganz anders aus und das ist doch wunderbar!


Ich denke über dieses Zitat nach:

„Der härteste Kampf ist der Kamp gegen sich selbst.  
Das Ziel dabei ist, seine Waffen niederzulegen. Ich habe jahrelang diesen Kampf geführt und er war furchtbar. Aber ich bin nun entwaffnet. 
Ich habe keine Angst mehr, denn die Liebe vertreibt alle Furcht.
Ich wurde entwaffnet vom ständigen Wunsch, Recht zu haben und mich selbst
zu bestätigen, indem ich andere kleinrede. Ich bin nicht mehr in ständiger Hab-Achtstellung und klammere mich nicht mehr länger eifersüchtig und schützend an meine Reichtümer und Gaben.
Ich empfange und teile. Ich hänge nicht besonders an meinen eigenen Ideen und Projekten.
Wenn einer mir eine bessere Idee, oder sei es auch nur eine gute Idee präsentiert, nehme ich sie ohne Bedauern an. Ich widerstehe dem Vergleichen.
Was gut, richtig und wahrhaft ist, ist für mich immer das Beste.
Deshalb habe ich keine Angst mehr. Wenn du nichts mehr festhältst, hast du auch keine Angst mehr. Wenn wir uns entwaffnet und uns von uns selbst enteignen und uns öffnen für den Gott-Menschen, der alles neu macht, dann löscht ER unsere schlechte Vergangenheit aus und schenkt uns eine neue Zeit, in der alles möglich ist.“

Athenagoras I., Patriarch von Konstantinopel, orthodoxe Kirche

Diesen Text schickte mir eine Freundin zu meinem 30. Geburtstag und ich bin noch immer tief beeindruckt von den weisen Worten. Ich wünschte, mein Kampf gegen mich selbst wäre schon vorbei! Ich wünschte, auch ich könnte mich einfach für die anderen freuen, die tolle Ideen und unheimlich wertvolle Begabungen und Fähigkeiten haben!
Noch kämpfe ich – und ja, manchmal ist es furchtbar. Das kennen wir wohl alle, nur geben wir es ungern so direkt zu. Ich bin unterwegs mit meinem Jesus und ich bete, dass er mich von mir selbst befreien möge, von meiner Selbstzentriertheit, von meiner Angst zu kurz zu kommen, von meiner Geltungssucht, von meiner Missgunst.


Ich möchte mich bewusst für und über andere freuen
Das gehört für mich ganz klar zu meinem Lernprozess: Die Tatsache, dass andere Menschen in bestimmten Bereichen begabter, reflektierter, erfolgreicher (…) sind als ich, nimmt mir nichts weg. Im Gegenteil: Die Vielfalt der Gaben und Gedanken bereichert und ergänzt mich! Kein Mensch ist vollkommen, niemand kann oder hat alles. Es ist alles nur Stückwerk. Und nur, weil ich selbst nicht Cello spielen kann, heißt das nicht, dass ich es nicht genießen kann, wenn jemand sein Instrument meisterhaft beherrscht.
Ich möchte lernen, mich an dem, was andere können, denken und tun, zu freuen und Gott dafür zu loben, dass er uns alle so einzigartig geschaffen hat. Ich möchte die Ideen und Glaubensschritte meiner Schwestern feiern und mich von ihnen ermutigen und herausfordern lassen. Ja, ich möchte mich bewusst mit ihnen freuen und ihnen von Herzen gönnen, womit sie beschenkt wurden.


Blogs bilden eine inszenierte Realität ab
Klar, irgendwie wissen wir das alle (vor allem, wenn wir selbst bloggen): Bevor etwas für den Blog abgelichtet werden kann, muss erstmal aufgeräumt und die entsprechende Ecke der Wohnung umgestylt werden. Jeder einigermaßen gute Fotograf achten auf gute Lichtverhältnisse und einen vorteilhaften Winkel. Es werden nicht die Rezepte geteilt, die leider nichts taugten. Niemand dokumentiert den vollgekotzten Teppich und das vollgeschissene Bett. Tut keiner.  
Ich finde es wichtig, mir das immer wieder vor Augen zu halten: Auch bei den anderen ist nicht immer alles perfekt! Auch die anderen schrubben gelegentlich die Kotze vom Teppich und sehen dabei nicht gerade glamourös aus. Auch bei den anderen misslingt mal die Quiche, auch die anderen brüllen mal ihre Kinder an. Ja, tun sie!
Wir sollten uns von dem, was wir vor Augen sehen, nicht allzu sehr beeindrucken lassen. Uns wird ein Blick durchs Schlüsselloch gewährt – so sehen wir nur einen kleinen Teil der Alltagsrealität, und das finde ich grundsätzlich auch ok so. Gleichzeitig sind mir auf meinem Blog Ehrlichkeit und Authentizität wichtig und bemühe mich darum, ein möglichst realistisches Bild unseres Familienlebens zu zeigen. Schließlich sind wir alle gemeinsam unterwegs!


Ich setze meine Gaben verantwortungsvoll und zum Wohl anderer ein
Ebenso wie meinen Blog-Konsum möchte ich auch die Gestaltung meines eigenen Blogs überdenken: Warum poste ich das? Geht es mir darum, Anerkennung  und Bewunderung zu ernten, vor meinen Lesern mit meinen Ideen zu prahlen, mich vor aller Welt als Super-Mutter zu präsentieren?
Ja, ich bin gern kreativ, auch zusammen mit meinen Kindern.
Es fiel mir lange Zeit schwer, diese Eigenschaft als positiv oder besonders anzuerkennen. Ich fand immer, dass andere Menschen viel tollere Begabungen bekommen haben als ich. Gleichzeitig war (und ist) es mir irgendwie unangenehm, damit Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Inzwischen habe ich verstanden, dass ich in diesem Bereich tatsächlich begabt und „besonders“ bin. Ich muss mein Licht nicht unter einen Scheffel stellen – vielmehr darf ich es leuchten lassen und „mit meinen Pfunden wuchern“.
Aber: Ich möchte meine Kreativität so einsetzen, dass sie Gott Ehre macht – von ihm habe ich sie schließlich bekommen, sodass ich mir nichts darauf einbilden kann! – und anderen Freude bringt – dafür habe ich diese Gabe von Gott erhalten. Kreativität ist kein Selbstzweck, und wie mit jeder Gabe geht auch damit Verantwortung einher.
Das gilt ebenso für meinen Blog und die Texte, die ich darauf veröffentliche: Gebe ich mit diesem Text Gott die Ehre oder suche ich Anerkennung für mich selbst? Bewirkt dieser Post, dass andere (Mamas) ermutigt, herausgefordert und inspiriert werden, oder möchte ich mich damit vor allem selbst gut aussehen lassen?
Gar nicht so einfach…


Dies sind meine Gedanken zum Thema – und es interessiert mich wirklich, was ihr darüber denkt, wie es euch damit geht – wie es euch mit diesem Blog geht!
Schreibt mir gern einen Kommentar oder auch eine Mail an gottnahegluecklich[at]gmx[dot]de; ich freue mich, von euch zu lesen!



PS: Die Verlosung für das Advent Art Journal läuft noch bis Dienstagabend! Am Mittwochvormittag werde ich die Gewinnerin bekanntgeben. Macht also gern noch mit! 


Freitag, 18. November 2016

Adventskalender-Inspiration # 2



Dieses Jahr beschenke ich mich mal selbst mit einem ganz besonderen Adventskalender:
Mit einem Advent Art Journal.

Die Idee dazu stammt nicht von mir, ich habe sie vor bereits vor einigen Monaten bei Anika Lacerte auf ihrem Blog the handcrafted story entdeckt und war total begeistert (hier findet ihr das Original)! Ich habe das Advent Art Journal für mich ein bisschen abgewandelt, es auf etwas dickeres Papier ausgedruckt und im Copyshop binden lassen.



Das Prinzip ist ganz einfach: Jeden Tag gibt es einen oder mehrere Bibelverse aus der Weihnachtsgeschichte auf einer ansonsten weißen Seite. Diese Seite lässt sich gestalten, wie es einem beliebt: Mit Stempeln und Stickern, als Collage, mit Farbklecksen, Wortfetzen, Glitzer, Buntstiften oder auch mit der Nähmaschine... Jeden Tag tauche ich so kreativ in die Weihnachtsgeschichte ein und bereite mein Herz auf das Kind in der Krippe vor.
Das finde ich so viel besser als immer nur Schokolade im Adventskalender.
Hach, ich freu mich schon so darauf, endlich loszulegen!

Toll finde ich außerdem, dass diese Idee auch für Kinder geeignet ist. Wenn meine beiden etwas größer sind, werde ich für sie eigene Exemplare entwerfen und binden lassen, dann können wir gemeinsam kreativ werden!





So, aber das Beste kommt noch:

Ich habe vier Advent Art Journals drucken und binden lassen. Eins ist für mich, zwei habe ich an liebe Freundinnen verschenkt - und eins ist für DICH!

Ich verschenke ein Advent Art Journal an eine Blog-Leserin.

Um dieses Exemplar zu gewinnen, musst du nur einen Kommentar unter dem Artikel verfassen und mir verraten, welches Adventsritual deiner Familie du besonders liebst.

Ich werde die Gewinnerin dann Anfang nächster Woche auswählen und kontaktieren, damit ich ihr das Journal noch pünktlich vorm 1. Dezember zuschicken kann.

Macht alle mit - ich freue mich auf zahlreiche Kommentare!


Liebe Grüße, ein fröhliches Wochenende & viel Glück!